Wege aus der Gewalt

Niemand soll den Weg aus der Gewalt allein gehen müssen. Frieda setzt sich sowohl für individuelle Unterstützung wie auch für gesetzliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen ein, die geschlechtsspezifischer Gewalt vorbeugen und Betroffene schützen.

Die «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» markieren jeweils einen wichtigen Schwerpunkt gegen Ende Jahr. Das Fokusthema 2024 hiess «Wege aus der Gewalt». Die Aktivitäten beleuchteten, was es braucht, um Gewalt zu verhindern und Gewaltbetroffene darin zu unterstützen, ein gewaltfreies Leben zu führen. Anlaufstellen und Unterstützungsangebote wurden bekannter gemacht, die Bevölkerung informiert und die Komplexität von Gewaltdynamiken erläutert, was den Diskurs in der Öffentlichkeit anregte.  

10'000 Menschen demonstrierten am 23. November 2024 in Bern gegen geschlechtsspezifische Gewalt. <span class="source">Foto: Nathalie Jufer</span>
Nationale Demo gegen geschlechtsspezifische Gewalt in Bern, 23. November 2024. <span class="source">Foto: Nathalie Jufer</span>
Ex-Bundesrätin Simonetta Sommaruga an der Demo gegen geschlechtsspezifische Gewalt in Bern, 23. November 2024. <span class="source">Foto: Nathalie Jufer</span>
Mit dabei: Redner*innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Betroffenenorganisationen setzten starke Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt. <span class="source">Foto: Nathalie Jufer</span>
Isabel Vidal Pons und Anna-Béatrice Schmaltz von Frieda sprachen an der Demo gegen geschlechtsspezifische Gewalt in Bern. <span class="source">Foto: Nathalie Jufer</span>
10'000 Menschen setzten am 23. Nov. 2024 in Bern ein starkes Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt. <span class="source">Foto: Nathalie Jufer</span>
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Grosse nationale Demonstration

Den Auftakt der «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» 2024 machte eine grosse nationale Demonstration in Bern, die Frieda gemeinsam mit einer breiten Allianz organisiert hatte. Trotz nasskaltem Wetter fanden gegen 10’000 Menschen aus der ganzen Schweiz den Weg nach Bern und setzten ein starkes Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt und für eine gewaltfreie Gesellschaft.

Schweizweite Kampagne

Die «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» koordinierte Frieda 2024 zum 17. Mal in der Deutschschweiz und zum zweiten Mal in der gesamten Schweiz. Die Kampagne ist kontinuierlich gewachsen und hat auch letztes Jahr an Reichweite gewonnen: Über 350 beteiligte Organisationen haben mit fast 300 Veranstaltungen, durch 750 Medienbeiträge und Social Media Beiträge über 3 Millionen Menschen erreicht.

Nationale Demo gegen geschlechtsspezifische Gewalt in Bern, 23. Nov. 2024. Foto: Nathalie Jufer

Schulung zu verantwortungsvoller Berichterstattung

Um eine verantwortungsvolle und sensible Berichterstattung zu unterstützen, führte Frieda eine Medien-Schulung zum Thema «Verantwortungsbewusste Berichterstattung über geschlechtsspezifische Gewalt und der Umgang mit Betroffenen» durch. Journalist*innen und Medienschaffende erhielten Werkzeuge an die Hand für eine informative und respektvolle Berichterstattung, die Betroffene schützt und ihre Würde wahrt. Die Veranstaltung fördert eine Berichterstattung, die zur Aufklärung und Prävention beiträgt.

Marokko: Revision des Familienrechts verlangsamt 

Unsere Partnerorganisationen in Marokko kämpfen in einer Allianz von Frauenrechtsorganisationen für Verbesserungen im Familienrecht, zu dem seit Sommer 2023 ein Reformprozess läuft. Sie fordern, dass Frauen und unverheiratete Mütter durch die aktuelle Reform rechtlich bessergestellt werden als bisher. Das neue Familiengesetz soll ihnen legale Wege aus struktureller Gewalt und Diskriminierung ermöglichen.

Im Dezember 2024 legte der Justizminister einen Vorschlag vor, der jedoch noch nicht im Parlament zur Abstimmung steht. Der Vorschlag löste gemischte Reaktionen aus. Feministische Gruppen kritisieren, dass die Rechte der Frauen hinter den Forderungen bleiben. Die Allianz der Frauenrechtsorganisationen hat deshalb ihr Engagement verstärkt, um die nächste Phase des Reformprozesses zu beeinflussen.

Lesen Sie mehr in dieser Reportage: Marokko: Reform des Familienrechts

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Frauenrechtsorganisationen bündeln ihr Engagement, Gründungsveranstaltung der Allianz für die Rechte unverheirateter Mütter und ihrer Kinder in Marokko. Foto: 100%Mamans

Menschenrechte unter Druck in Israel und Palästina

19:00 Uhr
Käfigturm
In Israel und im Westjordanland stehen die Menschenrechte zunehmend unter Druck. Ungeahndete Gewalt radikaler Siedler, gesetzliche Änderungen, welche die Aneignung von Land erleichtern und der wachsende Extremismus auf allen Seiten gefährden den Schutz grundlegender Rechte. Dazu schmälern zunehmende Einschränkungen und Druck auf die Zivilgesellschaft den Raum für kritisches Engagement. Auch der Krieg gegen den Iran wirkt auf die Region ein.
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Filmvorführung: Wir Mitbürgerinnen

18:30 Uhr
Cinéma Rex Fribourg
Anlässlich des Tages der Demokratie vom 15. September 2026, und mit dem Ziel, die Bemühungen, die im Rahmen der Kampagne «Ihre Stimme zählt!» aufgegleist worden sind, zu festigen, lädt die IMR Fribourg zu einem öffentlichen Kino- und Diskussionsabend ein.
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Tagung: Friedensfähig statt kriegsbereit - Pazifismus in Zeiten globaler Gewalt

14:00 Uhr
Paulus Akademie
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Die Paulus Akademie organisiert eine Tagung zur Frage, wie wir heute, einer Zeit der globalen Aufrüstung, als Gesellschaft noch friedensfähig werden können. In Inputreferaten und Workshops werden Räume für Reflexion und Austausch geöffnet.
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Filmvorführung: Imagine Peace

18:20 Uhr
RiffRaff
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Die hundertjährige Pionierin des Friedens Aktivismus Edith Ballantyne blickt auf ein Leben im Dienst des Friedens zurück und will ihre Erfahrungen weitergeben, bevor ihre Stimme für immer verstummt.
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Mira-Kompass: Mehr als ein Lebenslauf: Migrantische Frauen und ihre unsichtbaren Kompetenzen im Schweizer Arbeitsmarkt

18:00 Uhr
Rotonda, Pfarrei Dreifaltigkeit
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Mira-Kompass: Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
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