Waffenruhe in Gaza – Unterstützung umso dringender

21. Oktober 2025
Durch bestehende Ungleichheiten tragen Frauen und Kinder im Krieg oft eine besonders hohe Last. Psychosoziale Aktivitäten schaffen Struktur und eröffnen Perspektiven.
Kinder sitzen auf dem Boden eines Raums, einige zeigen das Victory-Zeichen, andere schreiben in Hefte, Umgebung schlicht mit Stuhl und Tisch im Hintergrund.

Die am 10. Oktober 2025 eingetretene Waffenruhe ist für die Menschen im Gazastreifen eine dringend benötigte Pause nach zwei Jahren ständiger Bedrohung, Hunger, Zerstörung und Leid. Es ist eine Erleichterung, dass endlich wieder Hilfsgüter und Lebensmittel in den Gazastreifen kommen und die medizinische Versorgung wieder zugänglicher ist. 

Krieg bedeutet für die Bevölkerung nicht nur, dass sie mit den Gräueltaten fertig werden muss, die sie erlebt hat. Er bedeutet auch veränderte Lebensbedingungen, die erheblichen Stress und Not mit sich bringen. Frauen und Kinder sind im Krieg besonders von Gewalt, Vertreibung und dem Verlust sozialer Strukturen betroffen, gerade Frauen tragen eine enorme Last. Nebst der Sorgearbeit für Kinder und verletzte Angehörige übernehmen sie häufig auch die Verantwortung dafür, die grundlegenden Lebensbedingungen ihrer Familien aufrechtzuerhalten. Deshalb unterstützt Frieda im Gazastreifen diese vulnerable Gruppe.  

Psychosoziale Aktivitäten mit Sport und Unterricht

Psychosoziale Aktivitäten und Bildungsangebote bieten Frauen, Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Erlebte für einen Moment zu vergessen und neue Ressourcen aufzubauen. Die Aktivitäten geben Struktur im Alltag, fördern den Austausch innerhalb der Gemeinschaft und öffnen Perspektiven für die kommende Zeit. Frieda arbeitet in langjähriger Partnerschaft mit den beiden lokalen Organisationen «Zentrum für Rechtsforschung, Beratung und Schutz von Frauen» (CWLRCP) und Palestine Sports for Life (PS4L). Die Expert*innen vor Ort kennen die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Projektteilnehmer*innen bestens und leisten jeden Tag Unglaubliches.  Auch sie erhalten im Rahmen des Projekts psychologische Unterstützung bei ihrer herausfordernden Arbeit.

So werden die psychosozialen Aktivitäten umgesetzt: Jeden Tag finden in Flüchtlingsunterkünften sportliche und spielerische Angebote für Kinder und Jugendliche statt. Zudem erhalten Primarschüler*innen Arabisch-, Englisch- und Mathematikunterricht. Für Frauen werden trauma-sensible Gruppen- und Einzeltherapien und spezifische rechtliche, psychologische und finanzielle Unterstützung bei geschlechtsspezifischer Gewalt angeboten. Weiter gibt es massgeschneiderte Unterstützung wie Familienmediation und Begleitung für Kinder in von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffene Familien.  

Frieda ist mit einer Lokalkoordinatorin im Gazastreifen vertreten und koordiniert die Hilfe auch im Rahmen wichtiger Gremien wie den OCHA Clusters (United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs)

Bisherige Unterstützung 

Frieda konnte seit November 2023 Nothilfe im Gazastreifen leisten – dies dank Spender*innen und der finanziellen Unterstützung von Institutionen und der Glückskette. Konkret bedeutet das:  

  • Über 1'700 besonders vulnerable Familien erhielten finanzielle Unterstützung 

  • Über 142'000 Kinder und 19'000 Frauen wurden psychosozial begleitet 

  • Fast 1'400 Kinder besuchten die Unterrichtsangebote   

Auch jetzt, nach dem Waffenstillstand, stehen wir weiterhin an der Seite unserer Partnerorganisationen und unterstützen sie und die Zivilbevölkerung bestmöglich bei den kommenden Herausforderungen.

(Artikel vom 21.10.2025) 

Menschenrechte unter Druck in Israel und Palästina

19:00 Uhr
Käfigturm
In Israel und im Westjordanland stehen die Menschenrechte zunehmend unter Druck. Ungeahndete Gewalt radikaler Siedler, gesetzliche Änderungen, welche die Aneignung von Land erleichtern und der wachsende Extremismus auf allen Seiten gefährden den Schutz grundlegender Rechte. Dazu schmälern zunehmende Einschränkungen und Druck auf die Zivilgesellschaft den Raum für kritisches Engagement. Auch der Krieg gegen den Iran wirkt auf die Region ein.
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Filmvorführung: Wir Mitbürgerinnen

18:30 Uhr
Cinéma Rex Fribourg
Anlässlich des Tages der Demokratie vom 15. September 2026, und mit dem Ziel, die Bemühungen, die im Rahmen der Kampagne «Ihre Stimme zählt!» aufgegleist worden sind, zu festigen, lädt die IMR Fribourg zu einem öffentlichen Kino- und Diskussionsabend ein.
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Tagung: Friedensfähig statt kriegsbereit - Pazifismus in Zeiten globaler Gewalt

14:00 Uhr
Paulus Akademie
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Die Paulus Akademie organisiert eine Tagung zur Frage, wie wir heute, einer Zeit der globalen Aufrüstung, als Gesellschaft noch friedensfähig werden können. In Inputreferaten und Workshops werden Räume für Reflexion und Austausch geöffnet.
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Filmvorführung: Imagine Peace

18:20 Uhr
RiffRaff
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Die hundertjährige Pionierin des Friedens Aktivismus Edith Ballantyne blickt auf ein Leben im Dienst des Friedens zurück und will ihre Erfahrungen weitergeben, bevor ihre Stimme für immer verstummt.
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Mira-Kompass: Mehr als ein Lebenslauf: Migrantische Frauen und ihre unsichtbaren Kompetenzen im Schweizer Arbeitsmarkt

18:00 Uhr
Rotonda, Pfarrei Dreifaltigkeit
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Mira-Kompass: Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
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