Gewalteskalation In Israel/Palästina

Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina, 12. Oktober 2023
Mit grosser Besorgnis nehmen wir zur Kenntnis, dass im Zuge der jüngsten Gewalteskalation im Nahen Osten einmal mehr und sehr gravierend völker- und menschenrechtswidrige Gewalt eingesetzt wird, sowohl von der Hamas und ihren Verbündeten als auch von den israelischen Sicherheitskräften.
Logo des Forum für Menschenrechte Israel/Palästina mit Farbfilter.

Das Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina ist ein Zusammenschluss von 14 Organisationen in der Schweiz, die sich für einen menschenrechtsbasierten Ansatz im israelisch-palästinensischen Konflikt einsetzen. Frieda ist im Forum dabei.

Mit grosser Besorgnis nehmen wir zur Kenntnis, dass im Zuge der jüngsten Gewalteskalation im Nahen Osten einmal mehr und sehr gravierend völker- und menschenrechtswidrige Gewalt eingesetzt wird, sowohl von der Hamas und ihren Verbündeten als auch von den israelischen Sicherheitskräften. Verbrechen, wie durch die Hamas verübte Massaker, sind durch nichts zu rechtfertigen, sondern scharf zu verurteilen. Wir distanzieren uns auch klar von jeder Form von Entmenschlichung in der Berichterstattung. Vorsätzliche Angriffe auf die Zivilbevölkerung, sowie unverhältnismässige Angriffe, bei denen Zivilpersonen getötet oder verletzt werden, sind Kriegsverbrechen. Alle Konfliktparteien sind aufgefordert, sich an das Völkerrecht zu halten und alles zu tun, um weitere zivile Opfer zu vermeiden. Die von der Hamas als Geiseln genommenen, mehrheitlich jüdisch-israelischen Zivilpersonen müssen unverzüglich, bedingungslos und unversehrt freigelassen werden.

Die Geschehnisse der letzten Tage dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Die Menschen in Gaza stehen seit 16 Jahren unter einer Blockade, die ihnen ein normales Leben in Würde gezielt verunmöglicht. Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist katastrophal und perspektivlos.

Die Besatzung, der Ausbau der Siedlungen und die Entrechtung der palästinensischen Bevölkerung, die von vielen Menschenrechtsexpert:innen als Apartheid beschrieben wird, sind für die langjährige Krise ebenso mitverantwortlich, wie die Duldung all dieser Völkerrechtsverletzungen durch die internationale Gemeinschaft und die weitgehende Straflosigkeit für die Täter*innen.

Forderungen des Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina und von Frieda

  • Wir fordern alle Konfliktparteien auf, die Gewalt unverzüglich zu beenden und den Bestimmungen des humanitären Völkerrechts Folge zu leisten. Die Schweiz soll sich nachdrücklich gegenüber den Konfliktparteien in diesem Sinne einsetzen.

  • Wir begrüssen es, dass die Schweiz humanitäre Hilfsgelder nicht in Frage stellt fordern angesichts der verschärften Notlage eine Erhöhung der Zahlungen an. Die Schweiz soll zudem israelische und palästinensische Menschenrechtsorganisationen und humanitäre Organisationen stärken und vor den Repressionsmassnahmen Israels und palästinensischer Akteure schützen. Die Gewährleistung der Menschenrechte hat angesichts der neuesten Gewalteskalation höchste Priorität.

  • Zudem muss die Schweiz sich dafür einsetzen, dass der ICC die Untersuchungen zu Kriegsverbrechen in Israel/Palästina seit 2015 reaktiviert und zur Anklage bringt. Selbstverständlich soll der ICC hierbei auch jene Kriegsverbrechen untersuchen, die in den vergangenen Tagen verübt wurden. Dazu gehört auch die Unterbindung der Einfuhr von Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff in den Gazastreifen für dessen 2.3 Millionen Einwohner:innen. Das Aushungern der Zivilbevölkerung ist gemäss Römer Statut ein Kriegsverbrechen.

  • Um eine echte Konfliktlösung dem bloßen Konfliktmanagement vorzuziehen, muss sich die Schweiz entschieden für die Beendigung der israelischen Besatzung einsetzen. Denn dies ist der einzig zielführende Weg hin zu einem gerechten und dauerhaften Frieden für die palästinensisch-arabische und die israelisch-jüdische Bevölkerung in Israel/Palästina

Frieda ist Teil des Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina

Diese Stellungnahme ist vom Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina. Frieda ist Mitglied des Forums für Menschenrechte in Israel/Palästina, ein Zusammenschluss von 14 Organisationen in der Schweiz, die sich für einen menschenrechtsbasierten Ansatz im israelisch-palästinensischen Konflikt einsetzen.

Stellungnahmen

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Feministisches Argumentarium gegen das neue Kriegsmaterialgesetz

Ende 2025 hat das Parlament beschlossen, die Regeln für den Export von Schweizer Kriegsmaterial deutlich zu lockern. Am 29. November stimmen die Schweizer Stimmberechtigten nun über das neue Kriegsmaterialgesetz ab.
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Gewalt und Vertreibungen im Westjordanland

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Stellungnahme vom 24.09.2026 zu Gewalt und Vertreibungen im Westjordanland: Auch die Schweiz muss ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen Taten folgen lassen
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Feministischer Frieden statt bewaffneter Abschottung – Nein zur Neutralitätsinitiative

Frieda und PeaceWomen Across the Globe lehnen die Initiative ab.
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Stellungnahme zu den Sparmassnahmen in der IZA

Der Bundesrat spart: Die Mittel für die bilaterale und multilaterale Entwicklungszusammenarbeit werden drastisch reduziert.
weitere Stellungnahmen

Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
> Detailinfos zum Anlass

Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass-Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
> Detailinfos zum Anlass

Kinderrechte gelten auch im Krieg

12:00 Uhr
Bundesplatz
Am Internationalen Tag der Kinderrechte erinnern das Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina und Campax mit tausenden Kinderschuhen und Schulsäcken an die getöteten Kinder im Nahostkonflikt – und fordern Schutz, Versorgung und Bildung für die überlebenden Kinder.
> Detailinfos zum Anlass

Worte finden, Strukturen brechen

19:30 Uhr
das Gleis, Zollhaus
Über digitale geschlechtsspezifische Gewalt und die Macht der Sprache.
> Detailinfos zum Anlass

Nicht allein im Netz

18:00 Uhr
Café Révolution, Atelier 014 im PROGR
Ein Workshop zu rassistischer und sexistischer Gewalt im digitalen Raum.
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Worte finden, Strukturen brechen

19:30 Uhr
Kleine Bühne im PROGR
Über digitale geschlechtsspezifische Gewalt und die Macht der Sprache.
> Detailinfos zum Anlass

Sichtbar werden, sichtbar bleiben

19:30 Uhr
Kleine Bühne im PROGR
Digitale Gewalt und die politische Teilhabe migrantisierter FINTAs in der Schweiz.
> Detailinfos zum Anlass
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