Neuer Völkerrechtsbruch im Westjordanland: Israel ebnet den Weg für Landkäufe und weiteren Siedlungsbau

27. Februar 2026
Stellungsnahme vom 24.02.2026: Das geplante Verfahren erschwert die Umsetzung der Zweistaatenlösung zusätzlich. Gleichzeitig verletzt es die völkerrechtlichen Verpflichtungen Israels, die in den Genfer Konventionen festgeschrieben sind.
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Die israelische Regierung hat am 15. Februar 2026 beschlossen, ein Verfahren für die Registrierung von privatem Bodenbesitz in Teilen des besetzten Westjordanlandes zu eröffnen. Konkret betroffen sind in einer ersten Phase rund 60 Prozent des Westjordanlandes – jenes Gebietes, das seit den Oslo-Abkommen unter vollständiger Verwaltung der israelischen Militäradministration ist (Area C). Gemäss israelischen Medienberichten und einer Analyse der israelischen Nichtregierungsorganisation Peace Now soll Land, für das keine privaten Besitzansprüche anerkennt werden, zu «staatlichem Territorium» erklärt und für den Verkauf an Siedler*innen freigegeben werden. Zu erwarten ist, dass dies für weite Teile des Westjordanlands gelten wird: Seit Beginn der israelischen Besetzung 1967 ist privater Landbesitz nie erfasst worden.   

Das geplante Verfahren erschwert die Umsetzung der Zweistaatenlösung zusätzlich. Gleichzeitig verletzt es die völkerrechtlichen Verpflichtungen Israels, die in den Genfer Konventionen festgeschrieben sind. Diese erlauben weder eine Eigentumsänderung durch die Besatzungsmacht noch die staatliche Unterstützung von Siedlungsaktivitäten im besetzen Gebiet. Sollte der Beschluss umgesetzt werden, drohen weiterer Siedlungsbau und die Vertreibung von Palästinenser*innen aus den betroffenen Gebieten.

Der Entscheid folgt einem Beschluss des israelischen Sicherheitskabinetts vom 8. Februar, der israelischen Militäradministration einseitig Befugnisse für jene Gebiete des Westjordanlands zu übertragen, für die bisher gemäss den Oslo-Abkommen die Palästinensische Autonomiebehörde zuständig ist. Die Befugnisse sollen dem Schutz von Umwelt und kulturellem Erbe dienen und den Abbruch von Bauten ermöglichen. Weiterhin sieht der Beschluss vor, die Aufsicht über religiöse Stätten des Westjordanlandes wie das Grab der Patriarchen in Hebron vollständig unter israelische Verwaltung zu stellen. Dies verletzt das Hebron-Abkommen von 1997, das eine gemeinsame Verwaltung durch die israelische Militäradministration und palästinensische Behörden vorsieht.

Das UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte und die EU haben die Beschlüsse als unvereinbar mit den völkerrechtlichen Verpflichtungen Israels als Besatzungsmacht kritisiert. Das Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina fordert die Schweiz auf, sich dieser Kritik anzuschliessen und Massnahmen zu ergreifen, um die Einhaltung des Völkerrechts sicherzustellen. Dazu verpflichtet sie das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs vom 19. Juli 2024, das die Rechtswidrigkeit der israelischen Besetzung feststellt. Der Bundesrat soll daher sicherstellen, dass die Schweiz nicht durch Handel, Investitionen oder andere Wirtschaftsbeziehungen dazu beiträgt, die illegale Besetzung der Palästinensischen Gebiete aufrechtzuerhalten.

Dies ist eine Stellungnahme des Forums für Menschenrechte in Israel/Palästina. Frieda ist Mitglied des Forums für Menschenrechte in Israel/Palästina, ein Zusammenschluss von 12 Organisationen in der Schweiz, die sich für einen menschenrechtsbasierten Ansatz im israelisch-palästinensischen Konflikt einsetzen.

Menschenrechte unter Druck in Israel und Palästina

19:00 Uhr
Käfigturm
In Israel und im Westjordanland stehen die Menschenrechte zunehmend unter Druck. Ungeahndete Gewalt radikaler Siedler, gesetzliche Änderungen, welche die Aneignung von Land erleichtern und der wachsende Extremismus auf allen Seiten gefährden den Schutz grundlegender Rechte. Dazu schmälern zunehmende Einschränkungen und Druck auf die Zivilgesellschaft den Raum für kritisches Engagement. Auch der Krieg gegen den Iran wirkt auf die Region ein.
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Filmvorführung: Wir Mitbürgerinnen

18:30 Uhr
Cinéma Rex Fribourg
Anlässlich des Tages der Demokratie vom 15. September 2026, und mit dem Ziel, die Bemühungen, die im Rahmen der Kampagne «Ihre Stimme zählt!» aufgegleist worden sind, zu festigen, lädt die IMR Fribourg zu einem öffentlichen Kino- und Diskussionsabend ein.
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Tagung: Friedensfähig statt kriegsbereit - Pazifismus in Zeiten globaler Gewalt

14:00 Uhr
Paulus Akademie
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Die Paulus Akademie organisiert eine Tagung zur Frage, wie wir heute, einer Zeit der globalen Aufrüstung, als Gesellschaft noch friedensfähig werden können. In Inputreferaten und Workshops werden Räume für Reflexion und Austausch geöffnet.
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Filmvorführung: Imagine Peace

18:20 Uhr
RiffRaff
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Die hundertjährige Pionierin des Friedens Aktivismus Edith Ballantyne blickt auf ein Leben im Dienst des Friedens zurück und will ihre Erfahrungen weitergeben, bevor ihre Stimme für immer verstummt.
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Mira-Kompass: Mehr als ein Lebenslauf: Migrantische Frauen und ihre unsichtbaren Kompetenzen im Schweizer Arbeitsmarkt

18:00 Uhr
Rotonda, Pfarrei Dreifaltigkeit
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Mira-Kompass: Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
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