Nothilfe Gazastreifen

Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist noch immer höchst prekär. Auch während des fragilen Waffenstillstandes unterstützt Frieda die Zivilbevölkerung weiterhin: Frauen können psychosoziale Unterstützung in Anspruch nehmen und werden bei geschlechtsspezifischer Gewalt rechtlich beraten. Besonders gefährdete Familien werden mit finanzieller Direkthilfe unterstützt, damit sie sich das Nötigste kaufen können. Jeden Tag finden in Flüchtlingsunterkünften sportliche und spielerische Aktivitäten für Kinder und Jugendliche zur psychosozialen Unterstützung statt. Zudem erhalten Primarschüler*innen Arabisch-, Englisch- und Mathematikunterricht.

Englisch-Unterricht für Primarschüler*innen. Bild: PS4L, April 2026.
Lernen bringt Hoffnung, ... Bild: PS4L, April 2026.
Spiel bringt Heilung. Bild: PS4L, April 2026.
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Seit dem Ausbruch des Krieges zwischen Israel und der Hamas im Oktober 2023 wurden auf palästinensischer Seite rund 73'400 Palästinenser*innen getötet und über 174'000 verletzt (OCHA, 12.08.2026). Obwohl der seit Oktober 2025 geltende fragile Waffenstillstand den grössten Teil der Kampfhandlungen unterbrochen hat, ist die Lage vor Ort weiterhin verheerend. Der Grossteil der Gebäude, Strassen und Schulen sind zerstört und der Gazastreifen liegt in Trümmern. Lebenswichtige Güter wie Trinkwasser, Lebensmittel, Medikamenten und Benzin oder Strom sind immer noch knapp und unterliegen starken Preisschwankungen. 

Die meisten Bewohner*innen des Gazastreifens wurden mehrfach vertrieben und viele haben den Verlust von Familienangehörigen und Freund*innen erlebt. Mit dem vorläufigen Waffenstillstand und dem Wegfall der unmittelbaren Bedrohung treten die zuvor verdrängten Kriegserlebnisse nun verstärkt hervor. Gleichzeitig werden die Friedensverhandlungen immer wieder unterbrochen. Die anhaltende, seit Monaten andauernde Unsicherheit über die Zukunft belastet den Alltag zusätzlich. Die Flüchtlingsunterkünfte bleiben überfüllt, Privatsphäre fehlt insbesondere für Familien vollständig – Bedingungen, die psychische Belastungen weiter verstärken. Knapp 640'000 Kinder im schulpflichtigen Alter haben seit über zwei Jahren keinen Zugang zu regulärem Schulunterricht (OCHA, 12.08.2026). In solchen Zeiten tragen gerade Frauen eine enorme Last. Nebst der Sorgearbeit für Kinder und verletzte Angehörige sind sie oft auch für die Sicherung des Überlebens verantwortlich. 

Herausforderung in der humanitären Hilfe

Auch die humanitäre Hilfe gestaltet sich herausfordernd: Elektrizität und Treibstoff sind weiterhin knapp und die Kommunikationsnetze fallen immer noch regelmässig aus. Hilfstransporte werden von den israelischen Behörden kontrolliert und weiterhin stark reguliert. 

Gemeinsam mit unseren zivilgesellschaftlichen Partnerorganisationen, The Center for Women’s Legal Research, Counselling and Protection (CWLRCP) und Palestine Sports for Life (PS4L), leistet Frieda seit 2023 Nothilfe für die am stärksten betroffenen Menschen.  

Therapeutische Freizeitaktivitäten

Traumatisierte Frauen und Kinder brauchen dringend psychosoziale Unterstützung. Die Frieda-Partnerorganisationen bringen auf diesem Gebiet viel Expertise mit. Sie organisieren beispielsweise therapeutische Freizeitaktivitäten für vertriebene Kinder in den Flüchtlingsunterkünften: Rund 50'000 Kinder können so in einem unterstützenden Umfeld für einen Moment dem Kriegsalltag entfliehen. Nebst Sport und Spiel wird auch Maltherapie angewandt. Zudem werden 1000 Primarschüler*innen in den Flüchtlingsunterkünften in Arabisch, Mathematik und Englisch unterrichtet. 

Frauen und Kinder können in Gruppen- und Einzeltherapien das Geschehene besprechen und versuchen, gemeinsam einen wichtigen Schritt in Richtung Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse zu gehen. Besonders gefährdete Frauen und Kinder werden ins Case-Management-Programm aufgenommen und erhalten umfassende und massgeschneiderte Unterstützung. Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt erhalten rechtliche Unterstützung oder können an Familienmediationen teilnehmen, etwa bei Scheidungen oder Sorgerechtsstreitigkeiten. Zudem erhalten besonders gefährdete Frauen und ihre Familien finanzielle Bargeldunterstützung zur Beschaffung lebenswichtiger Güter wie Nahrungsmittel oder Medikamente.

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In Gaza schaffen Kinder trotz aller Entbehrungen Momente der Freude. Auf diesem Foto lachen und spielen sie zwischen Zelten mit bunten Kegeln und bewahren sich so ihre Kindheit. Bild: PS4L, März 2026.

Diese Arbeit mitten im Krieg mit traumatisierten Frauen und Kindern ist herausfordernd. Das Personal unserer Partnerorganisationen kann deshalb spezifische psychosoziale Unterstützung und Supervisionen in Anspruch nehmen.  

Mit beiden Partnerorganisationen arbeitete Frieda bereits vor Ausbruch des Krieges zusammen. Gemeinsam setzten und setzen wir erfolgreich reguläre und Nothilfe-Projekte um. Frieda ist mit einer Lokalkoordinatorin im Gazastreifen vertreten und koordiniert die Hilfe auch im Rahmen wichtiger Gremien wie den OCHA Clusters (United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs)

Das Nothilfe-Projekt wird von der Glückskette, der Stadt Zürich und der Stiftung Fokus Frauen grosszügig unterstützt. 

Die Zahlen in diesem Text basieren auf dem OCHA-Report vom 12. August 2026.

Aktualisiert 07.09.2026 

Menschenrechte unter Druck in Israel und Palästina

19:00 Uhr
Käfigturm
In Israel und im Westjordanland stehen die Menschenrechte zunehmend unter Druck. Ungeahndete Gewalt radikaler Siedler, gesetzliche Änderungen, welche die Aneignung von Land erleichtern und der wachsende Extremismus auf allen Seiten gefährden den Schutz grundlegender Rechte. Dazu schmälern zunehmende Einschränkungen und Druck auf die Zivilgesellschaft den Raum für kritisches Engagement. Auch der Krieg gegen den Iran wirkt auf die Region ein.
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Filmvorführung: Wir Mitbürgerinnen

18:30 Uhr
Cinéma Rex Fribourg
Anlässlich des Tages der Demokratie vom 15. September 2026, und mit dem Ziel, die Bemühungen, die im Rahmen der Kampagne «Ihre Stimme zählt!» aufgegleist worden sind, zu festigen, lädt die IMR Fribourg zu einem öffentlichen Kino- und Diskussionsabend ein.
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Tagung: Friedensfähig statt kriegsbereit - Pazifismus in Zeiten globaler Gewalt

14:00 Uhr
Paulus Akademie
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Die Paulus Akademie organisiert eine Tagung zur Frage, wie wir heute, einer Zeit der globalen Aufrüstung, als Gesellschaft noch friedensfähig werden können. In Inputreferaten und Workshops werden Räume für Reflexion und Austausch geöffnet.
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Filmvorführung: Imagine Peace

18:20 Uhr
RiffRaff
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Die hundertjährige Pionierin des Friedens Aktivismus Edith Ballantyne blickt auf ein Leben im Dienst des Friedens zurück und will ihre Erfahrungen weitergeben, bevor ihre Stimme für immer verstummt.
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Mira-Kompass: Mehr als ein Lebenslauf: Migrantische Frauen und ihre unsichtbaren Kompetenzen im Schweizer Arbeitsmarkt

18:00 Uhr
Rotonda, Pfarrei Dreifaltigkeit
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Mira-Kompass: Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
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