Wege aus der Gewalt durch die Änderung von AIG50?

Yaren Kırmızıtaş, 12. November 2024
In der Sommersession 2024 beschloss das Parlament, Artikel 50 des Ausländer- und Integrationsgesetzes AIG50 anzupassen. Migrant*innen ohne schweizerische Staatsangehörigkeit sollen dadurch besser vor Gewalt geschützt werden.
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Die wichtigste Anpassung erfüllt eine alte Forderung von Frieda: Die Aufenthaltsbewilligung ist neu nicht mehr an die Ehe gebunden. Zudem werden Hinweise für häusliche Gewalt beispielhaft aufgelistet.

Ist damit alles gut? Leider nicht. Die Frist für die Erfüllung der Integrationskriterien wurde nicht verlängert. Weil Betroffene von häuslicher Gewalt meist isoliert leben respektive isoliert werden, können sie nur sehr eingeschränkt gesellschaftlich teilhaben. Gerade migrantisierte Frauen sind zudem mit sozioökonomischen Hürden konfrontiert, wie etwa Ausgrenzung und Entwertung auf dem Arbeitsmarkt. Das erschwert ihnen, die Integrationskriterien zu erfüllen, an welche die Aufenthaltsbewilligung geknüpft ist.

Das angepasste AIG50 kann Wege aus der Gewalt schaffen. Damit dieser Schutz aber wirksam wird und sich Betroffene tatsächlich darauf beziehen, braucht es mehr: Es braucht ein Verständnis dafür, dass Migrant*innen auch struktureller Gewalt – meist in Form eines restriktiven Migrationsregimes – ausgesetzt sind, die sie daran hindern kann, rechtlichen Schutz in Anspruch zu nehmen.

Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
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Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass-Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Kinderrechte gelten auch im Krieg

12:00 Uhr
Bundesplatz
Am Internationalen Tag der Kinderrechte erinnern das Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina und Campax mit tausenden Kinderschuhen und Schulsäcken an die getöteten Kinder im Nahostkonflikt – und fordern Schutz, Versorgung und Bildung für die überlebenden Kinder.
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Worte finden, Strukturen brechen

19:30 Uhr
das Gleis, Zollhaus
Über digitale geschlechtsspezifische Gewalt und die Macht der Sprache.
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Nicht allein im Netz

18:00 Uhr
Café Révolution, Atelier 014 im PROGR
Ein Workshop zu rassistischer und sexistischer Gewalt im digitalen Raum.
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Worte finden, Strukturen brechen

19:30 Uhr
Kleine Bühne im PROGR
Über digitale geschlechtsspezifische Gewalt und die Macht der Sprache.
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Sichtbar werden, sichtbar bleiben

19:30 Uhr
Kleine Bühne im PROGR
Digitale Gewalt und die politische Teilhabe migrantisierter FINTAs in der Schweiz.
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