Partizipation für alle, ohne Einschränkung

17. März 2025
Theodora Leite Stampfli, Programmverantwortliche Migrationspolitik, im Gespräch.
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Kannst du dich bitte kurz vorstellen?

Theodora: Ich heisse Theodora Leite Stampfli und fühle mich in der Länggasse in Bern zuhause. Ich arbeite seit langem bei Frieda, dem früheren cfd. Meine Arbeit ist wie eine Berufung. Mir gefällt die Zusammenarbeit im Team, vor allem aber mit den Teilnehmerinnen. Das ist immer wieder auch herausfordernd, aber jedes Jahr lerne ich unglaublich viel dazu. Ich bin sehr neugierig und möchte ständig weiter lernen. Im Projekt Mira – Kompass sind die Teilnehmerinnen der Motor, sie bringen viele Inputs. Es ist ein kollektiver Prozess des Lernens und des Austauschs

Du hast viele Jahre Erfahrung in der Frieda-Migrationsarbeit. Was hat sich durch die Arbeit verändert?

Besonders was Partizipation anbelangt, konnten wir einiges verändern. Migrant*innen waren politisch und gesellschaftlich stark unterrepräsentiert, inzwischen sind sie doch an vielen Orten präsent. Die Frauen gehen unermüdlich weiter, auch bei Widerständen und Hürden. Viele ehemalige Teilnehmerinnen stehen heute ganz woanders, einige haben leitende Funktionen, engagieren sich in Vereinen oder Gewerkschaften oder haben ein eigenes Geschäft. Eine Frau aus dem letzten Zyklus hat sich in die Schulkommission wählen lassen.  

Dank der Räume, die das Frieda-Projekt anbietet, gewinnen die Frauen Selbstvertrauen und bekommen Mut sich einzubringen. Wir diskutieren intensiv miteinander, über Care-Arbeit, Schule, Arbeitsmarkt, Gender, oder Familie. Dadurch entsteht eine Gemeinschaft, die den Frauen Rückendeckung gibt, sie wissen, sie sind nicht allein.

Warum ist Partizipation so wichtig?

Ein Viertel der Wohnbevölkerung in der Schweiz sind nicht stimm- und wahlberechtigt. Sie leben hier und bezahlen Steuern wie alle andern. Wieso können sie dann nicht mitbestimmen und einen Job haben, der ihren Qualifikationen entspricht? (Wieso werden sie von Institutionen und Personen anders behandelt? Die Chancengleichheit ist nicht da.) Wir müssen uns auch bewusst sein, dass Partizipation ein Privileg ist. Wer den ganzen Tag für wenig Geld arbeitet, hat oft nicht Zeit und Energie, sich zu informieren und engagieren. Für ihre Partizipation sind nicht allein Migrant*innen zuständig. Die Gesellschaft als Ganzes ist dafür verantwortlich und muss Partizipation für alle fördern, ohne Einschränkung.

Was wünschst du dir für Migrant*innen in der Schweiz?

Ich möchte, dass das Thema strukturelle Gewalt, bei Institutionen, Behörden, aber auch im Zwischenmenschlichen, sichtbarer wird. Wer das nicht selbst erlebt, kann sich diese Diskriminierungen nicht vorstellen. Widerstand gegen strukturelle Gewalt ist Arbeit am positiven Frieden.

Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
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Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass-Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Kinderrechte gelten auch im Krieg

12:00 Uhr
Bundesplatz
Am Internationalen Tag der Kinderrechte erinnern das Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina und Campax mit tausenden Kinderschuhen und Schulsäcken an die getöteten Kinder im Nahostkonflikt – und fordern Schutz, Versorgung und Bildung für die überlebenden Kinder.
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Worte finden, Strukturen brechen

19:30 Uhr
das Gleis, Zollhaus
Über digitale geschlechtsspezifische Gewalt und die Macht der Sprache.
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Nicht allein im Netz

18:00 Uhr
Café Révolution, Atelier 014 im PROGR
Ein Workshop zu rassistischer und sexistischer Gewalt im digitalen Raum.
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Worte finden, Strukturen brechen

19:30 Uhr
Kleine Bühne im PROGR
Über digitale geschlechtsspezifische Gewalt und die Macht der Sprache.
> Detailinfos zum Anlass

Sichtbar werden, sichtbar bleiben

19:30 Uhr
Kleine Bühne im PROGR
Digitale Gewalt und die politische Teilhabe migrantisierter FINTAs in der Schweiz.
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