«Mit anderen Frauen die Welt verändern»

19. Februar 2026
30 Jahre Migrationsarbeit bei Frieda und ein persönlicher Rückblick mit Theodora Leite Stampfli.
Frieda:

Theodora, du hast für den damaligen cfd das erste Projekt in der Migrationspolitik umgesetzt. In diesen 30 Jahren hat sich sicher viel verändert.

Theodora Leite Stampfli:

Ja, das hat es! Weil wir gekämpft haben, haben wir viel gewonnen! In den 1980er- und 90er-Jahren wanderten mehr Frauen als Männer ein, durch Heirat oder Familiennachzug auch Frauen aus Nicht-EU-Ländern. Und entgegen dem weit verbreiteten Vorurteil, wonach Migrantinnen generell schlecht qualifiziert sind, verfügen viele dieser Frauen über gute Ausbildungen und Qualifikationen. Der Bedarf an Informationen, wie man in den Arbeitsmarkt einsteigt, war wichtig. Damals gab es zu diesen Themen noch keine Beratungen.

Frieda:

Rückblickend, was hat deine Arbeit besonders beeinflusst?

Theodora Leite Stampfli:

Meine Arbeit war stark geprägt von der politischen Lage. Das war nicht immer einfach. Deshalb haben wir bei jedem Projekt versucht, strukturelle Diskriminierung und Intersektionalität aufzuzeigen.

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Theodora Leite Stampfli vermittelt im Projekt Mira – Kompass Hoffnung und praktisches Wissen – und weiss, wann es eine Umarmung braucht. Fotograf Fabio Blaser
Frieda:

An welche Erfahrungen erinnerst du dich gerne?

Theodora Leite Stampfli:

Es hat mich immer besonders berührt, wie sich Teilnehmerinnen beim Projekt gegenseitig unterstützt haben und wie ich ihre Entwicklung in unseren Projekten miterleben konnte. Am Anfang waren viele unsicher, aber am Projektende haben viele Frauen eine Stelle gefunden oder machten eine ganz andere Ausbildung. Es gibt so viele Erfolgsgeschichten: Die Migrantinnen lassen sich nicht unsichtbar machen und nehmen ihren Platz in der Gesellschaft ein.

Frieda:

Kaum zu glauben, dass du die Stelle erst gar nicht annehmen wolltest. 

Theodora Leite Stampfli:

Ich war eine der Frauen, die vom cfd eingeladen wurde, um Projekte für Migrantinnen umzusetzen. Wir haben ein Beratungsprojekt für Frauen in portugiesischer Sprache entwickelt, das gab es damals noch nicht. Der cfd wollte das Angebot dann auf weitere Sprachen ausweiten. Ich habe erst gezögert, mich zu bewerben, ich hatte ein kleines Kind und kannte das politische Geschehen in der Schweiz als Ganzes noch nicht. Da ich eine politische Person bin, konnte ich diese tolle Möglichkeit nicht ablehnen, in einer NGO zu arbeiten, wo wir als Migrantinnen uns selbst stärken. Der Ansatz der Arbeit war so innovativ, ich wollte unbedingt mit anderen Frauen die Welt verändern.

Frieda:

Ende April 2026 gehst du in Pension. Was sind deine Pläne für die Zeit danach?

Theodora Leite Stampfli:

Ich werde natürlich das Team von Frieda vermissen. Ich wünsche dem Team, dass es weiter innovative und partizipative Projekte entwickelt, damit die Sichtbarkeit der Migrantinnen noch deutlicher wird. Privat werde ich dieses Jahr zuerst auf Reisen gehen. Danach werde ich mich neu orientieren.

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Theodora Leite Stampfli blickt auf 30 Jahre Erfahrung in der Migrationspolitik zurück. Fotograf Fabio Blaser

Theodora Leite Stampfli geht Ende April 2026 in Pension, ihre Nachfolgerin Mona-Lisa Kole beginnt Anfang April. Die Frieda-Projekte von Theodora Leite Stampfli werden weitergeführt.

Menschenrechte unter Druck in Israel und Palästina

19:00 Uhr
Käfigturm
In Israel und im Westjordanland stehen die Menschenrechte zunehmend unter Druck. Ungeahndete Gewalt radikaler Siedler, gesetzliche Änderungen, welche die Aneignung von Land erleichtern und der wachsende Extremismus auf allen Seiten gefährden den Schutz grundlegender Rechte. Dazu schmälern zunehmende Einschränkungen und Druck auf die Zivilgesellschaft den Raum für kritisches Engagement. Auch der Krieg gegen den Iran wirkt auf die Region ein.
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Filmvorführung: Wir Mitbürgerinnen

18:30 Uhr
Cinéma Rex Fribourg
Anlässlich des Tages der Demokratie vom 15. September 2026, und mit dem Ziel, die Bemühungen, die im Rahmen der Kampagne «Ihre Stimme zählt!» aufgegleist worden sind, zu festigen, lädt die IMR Fribourg zu einem öffentlichen Kino- und Diskussionsabend ein.
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Tagung: Friedensfähig statt kriegsbereit - Pazifismus in Zeiten globaler Gewalt

14:00 Uhr
Paulus Akademie
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Die Paulus Akademie organisiert eine Tagung zur Frage, wie wir heute, einer Zeit der globalen Aufrüstung, als Gesellschaft noch friedensfähig werden können. In Inputreferaten und Workshops werden Räume für Reflexion und Austausch geöffnet.
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Filmvorführung: Imagine Peace

18:20 Uhr
RiffRaff
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Die hundertjährige Pionierin des Friedens Aktivismus Edith Ballantyne blickt auf ein Leben im Dienst des Friedens zurück und will ihre Erfahrungen weitergeben, bevor ihre Stimme für immer verstummt.
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Mira-Kompass: Mehr als ein Lebenslauf: Migrantische Frauen und ihre unsichtbaren Kompetenzen im Schweizer Arbeitsmarkt

18:00 Uhr
Rotonda, Pfarrei Dreifaltigkeit
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Mira-Kompass: Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
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