Völkerrechtswidrige Angriffe auf das Gesundheitswesen in Gaza müssen gestoppt werden

Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina, 30. September 2025
Wir verurteilen die jüngsten Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen von Partnerorganisationen seiner Mitgliedsorganisation medico international schweiz aufs Schärfste und fordert den Schweizer Bundesrat auf, endlich konsequent zu handeln.
Logo des Forum für Menschenrechte Israel/Palästina mit pinkem Farbfilter.

Am 22. und 24. September hat die israelische Armee erneut Einrichtungen von Partnerorganisationen von medico international schweiz in Gaza zerstört. Getroffen wurden die Hauptbüros und Ausbildungsstätten des Gaza Community Mental Health Programme (GCMHP) sowie die Al-Samar-Klinik der Palestinian Medical Relief Society (PMRS) in Gaza-Stadt und das PMRS-Zentrum für nichtübertragbare Krankheiten im Stadtteil Tel al-Hawa – alles einzigartige Gesundheitszentren mit langer Geschichte und einige der letzten noch funktionierenden Einrichtungen, die bis zuletzt täglich Hunderte Patient*innen versorgten.

​Diese Angriffe treffen nicht nur Gebäude, sondern das gesamte Gesundheitswesen. Sie verstossen gegen das humanitäre Völkerrecht, das medizinische Einrichtungen, Personal und Patient:innen ausdrücklich schützt. UN-Expert*innen sprechen inzwischen von «Medizid» – der gezielten Vernichtung des Gesundheitssystems als Teil eines laufenden Genozids.

Die Zahlen sind dramatisch: Zwischen Oktober 2023 und Juni 2025 dokumentierte die WHO 735 Angriffe auf das Gesundheitswesen in Gaza. Palästinensische Behörden melden über 1500 getötete Gesundheitsarbeiter*innen. Damit verliert die Bevölkerung nicht nur ihre Krankenhäuser und Kliniken, sondern auch diejenigen, die sie versorgen und Leben retten.

Wir als Teil des Forums für Menschenrechte in Israel/Palästina verurteilen die wiederholten Angriffe auf medizinische Einrichtungen und das Gesundheitspersonal in Gaza. Diese Angriffe sind Kriegsverbrechen. Sie müssen sofort beendet werden.

Wir fordern den Schweizer Bundesrat auf, endlich über indirekte Lippenbekenntnisse herauszugehen, und wirtschaftliche, politische und diplomatische Massnahmen zu ergreifen für:

  • den Schutz medizinischer Einrichtungen und des Personals,

  • die Durchsetzung des humanitären Völkerrechts

  • ein Ende der fortgesetzten Kriegsverbrechen und der Straffreiheit.

Worte reichen nicht mehr - handeln Sie endlich!

Dies ist eine Stellungnahme des Forums für Menschenrechte in Israel/Palästina. Frieda ist Mitglied des Forums für Menschenrechte in Israel/Palästina, ein Zusammenschluss von 12 Organisationen in der Schweiz, die sich für einen menschenrechtsbasierten Ansatz im israelisch-palästinensischen Konflikt einsetzen.

Menschenrechte unter Druck in Israel und Palästina

19:00 Uhr
Käfigturm
In Israel und im Westjordanland stehen die Menschenrechte zunehmend unter Druck. Ungeahndete Gewalt radikaler Siedler, gesetzliche Änderungen, welche die Aneignung von Land erleichtern und der wachsende Extremismus auf allen Seiten gefährden den Schutz grundlegender Rechte. Dazu schmälern zunehmende Einschränkungen und Druck auf die Zivilgesellschaft den Raum für kritisches Engagement. Auch der Krieg gegen den Iran wirkt auf die Region ein.
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Filmvorführung: Wir Mitbürgerinnen

18:30 Uhr
Cinéma Rex Fribourg
Anlässlich des Tages der Demokratie vom 15. September 2026, und mit dem Ziel, die Bemühungen, die im Rahmen der Kampagne «Ihre Stimme zählt!» aufgegleist worden sind, zu festigen, lädt die IMR Fribourg zu einem öffentlichen Kino- und Diskussionsabend ein.
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Tagung: Friedensfähig statt kriegsbereit - Pazifismus in Zeiten globaler Gewalt

14:00 Uhr
Paulus Akademie
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Die Paulus Akademie organisiert eine Tagung zur Frage, wie wir heute, einer Zeit der globalen Aufrüstung, als Gesellschaft noch friedensfähig werden können. In Inputreferaten und Workshops werden Räume für Reflexion und Austausch geöffnet.
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Filmvorführung: Imagine Peace

18:20 Uhr
RiffRaff
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Die hundertjährige Pionierin des Friedens Aktivismus Edith Ballantyne blickt auf ein Leben im Dienst des Friedens zurück und will ihre Erfahrungen weitergeben, bevor ihre Stimme für immer verstummt.
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Mira-Kompass: Mehr als ein Lebenslauf: Migrantische Frauen und ihre unsichtbaren Kompetenzen im Schweizer Arbeitsmarkt

18:00 Uhr
Rotonda, Pfarrei Dreifaltigkeit
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Mira-Kompass: Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
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