«Bei Feminismus geht es immer um Freiheit»

9. September 2025
Die neue Frieda-Präsidentin Virginia Köpfli im Gespräch.
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Um direkt einzusteigen, was hat für dich Frieden mit Feminismus zu tun?

Im Kern geht es beim Feminismus immer um Freiheit. Darum, sein Leben ohne Unterdrückungsstrukturen wie Rassismus oder Sexismus gestalten zu können. Denn Unterdrückungsmechanismen können sich auch in Gewalt äussern. Da kommt der Friedensbegriff ins Spiel.

Umso wichtiger ist es, gerade in Zeiten von Militarisierung und Backlash, eine starke friedenspolitische und feministische Gegenvision aufrechtzuerhalten. Unser Widerstand gegen die Gewalt der Autokraten und Diktatoren ist im Kern feministisch. Ein positiver Friedensbegriff, wie wir ihn bei Frieda pflegen, geht von mehr als der Absenz von bewaffneten Konflikten aus. Es geht um die Bekämpfung aller Formen von Gewalt, von kultureller bis hin zu struktureller Gewalt. Das Ziel ist ein freies und selbstbestimmtes Leben für alle Menschen, dafür müssen wir die intersektionale Dimension von Diskriminierung ins Zentrum setzen.

«Warum hat man eigentlich nicht mehr Lärm gemacht?» fragte Gertrud Kurz, die Gründerin von cfd/Frieda in einem Interview. Sollte Frieda lauter, politischer sein?

In meiner Wahrnehmung hat Frieda sich eine neue, spannende Positionierung erschaffen. Friedas Arbeit ist im Kern sehr politisch, auch Gertrud Kurz war politisch. Es geht darum, Betroffene unterstützen zu können und zugleich die Rahmenbedingungen zu verändern, wie über Frieden und geschlechtsspezifische Gewalt gesprochen wird. Das braucht ein ständiges Ausbalancieren, wieviel Sichtbarkeit sinnvoll ist, und wo es gilt, die wichtige Arbeit zu sichern. Mir gefällt, dass bei Frieda die Betroffenen und die erarbeiteten realen Veränderungen in den Vordergrund gestellt werden.

Denn Wandel passiert nicht automatisch, sondern braucht Impulse. Bei Begriffen wie Gewalt und Frieden handelt es sich um vielschichtige Themen, die teils mit komplexen Narrativen verbunden sind, sodass sie in ihrer Ganzheit erfasst werden. Um effektiv etwas zu bewegen, braucht es verschiedene Ansatzpunkte, auf individueller aber auch auf politischer Ebene.

Wo möchtest du als Präsidentin Akzente setzen?

Wir befinden uns mitten in Backlashs. Da kann man keine Luftschlösser bauen. Frieda hat sich in den letzten Jahren eine solide Sprechposition erarbeitet, zum Beispiel mit dem neuen Namen. Jetzt gilt es, dies zu sichern. Wir sehen, dass diese Arbeit aktuell mit den Abbauprogrammen unter Druck kommt und Gelder gekürzt werden. Ich glaube aber, dass Krisen auch Chancen sein können, um auch strukturell neue Wege zu gehen und mehr Stabilität zu schaffen. Gerade in Zeiten von Ohnmacht ist es wichtig, Hoffnung zu geben. Wir zeigen, dass wir konkret etwas machen können, das substanziell für die Menschen vor Ort ist und Vielen Hoffnung gibt.

Ich habe grossen Respekt vor diesem Amt und vor der Arbeit der vielen Menschen, die sich für und mit Frieda eingesetzt haben. Ich freue mich, diese Arbeit weiterführen zu können.

Menschenrechte unter Druck in Israel und Palästina

19:00 Uhr
Käfigturm
In Israel und im Westjordanland stehen die Menschenrechte zunehmend unter Druck. Ungeahndete Gewalt radikaler Siedler, gesetzliche Änderungen, welche die Aneignung von Land erleichtern und der wachsende Extremismus auf allen Seiten gefährden den Schutz grundlegender Rechte. Dazu schmälern zunehmende Einschränkungen und Druck auf die Zivilgesellschaft den Raum für kritisches Engagement. Auch der Krieg gegen den Iran wirkt auf die Region ein.
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Filmvorführung: Wir Mitbürgerinnen

18:30 Uhr
Cinéma Rex Fribourg
Anlässlich des Tages der Demokratie vom 15. September 2026, und mit dem Ziel, die Bemühungen, die im Rahmen der Kampagne «Ihre Stimme zählt!» aufgegleist worden sind, zu festigen, lädt die IMR Fribourg zu einem öffentlichen Kino- und Diskussionsabend ein.
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Tagung: Friedensfähig statt kriegsbereit - Pazifismus in Zeiten globaler Gewalt

14:00 Uhr
Paulus Akademie
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Die Paulus Akademie organisiert eine Tagung zur Frage, wie wir heute, einer Zeit der globalen Aufrüstung, als Gesellschaft noch friedensfähig werden können. In Inputreferaten und Workshops werden Räume für Reflexion und Austausch geöffnet.
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Filmvorführung: Imagine Peace

18:20 Uhr
RiffRaff
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Die hundertjährige Pionierin des Friedens Aktivismus Edith Ballantyne blickt auf ein Leben im Dienst des Friedens zurück und will ihre Erfahrungen weitergeben, bevor ihre Stimme für immer verstummt.
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Mira-Kompass: Mehr als ein Lebenslauf: Migrantische Frauen und ihre unsichtbaren Kompetenzen im Schweizer Arbeitsmarkt

18:00 Uhr
Rotonda, Pfarrei Dreifaltigkeit
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Mira-Kompass: Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
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