Theater als Werkzeug für sozialen Wandel

18. Mai 2026
Wie ein Theaterclub jungen Stimmen Raum gibt und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen ermöglicht.
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Die Frieda-Partnerorganisation Artpolis schafft im ganzen Land kreativen Raum für junge Stimmen – im März dieses Jahres in Podujevë im Nordosten des Kosovos: Ein Theaterclub soll mit der transformativen Kraft der Kunst eine Brücke schlagen zwischen der Jugend und dem gesellschaftlichen Bewusstsein.

Mit Theater Selbstvertrauen stärken

Die 15 jungen Frauen und Männer, die meisten von ihnen zwischen 15 und 18 Jahre alt, werden von zwei professionellen Schauspieler*innen begleitet, die sie durch einen zweimonatigen Ausbildungsprozess in theaterbasierter Bildung führen. So wird die Bühne zum Werkzeug, um die Realität zu erkunden, Normen zu hinterfragen und den Dialog zu fördern. Von den ersten Übungen bis zur Entwicklung einer Aufführung lernen die Teilnehmenden zuzuhören, sich auszudrücken und zu handeln. «Über das Schauspiel hinaus fördert der Club wesentliche Lebenskompetenzen wie Empathie, Zusammenarbeit, Selbstvertrauen und kritisches Denken», sagt Berat Bajrami, Programmverantwortlicher Kultur bei Artpolis.

Wie die Teilnehmer*innen des Theaterclubs Podujeva berichten, ist das gelungen: «Mein Selbstvertrauen wurde gestärkt», erzählt eine junge Frau und ihre Kollegin ergänzt: «Wir konnten immer frei sprechen und uns frei äussern.»

Die Jugendlichen präsentieren das Stück «Reflection». Alle Bilder: zvg Artpolis
Im Stück geht es um die Frage, wer bei physischer Gewalt die Verantwortung trägt.
Ein Thema, das die jungen Schauspieler*innen beschäftigt.
Gibt es Lösungen?
Die Jugendlichen sollen sich auch ausserhalb der Bühne mit dem Thema Gewalt beschäftigen.
Caption

Das Format der Forumtheater-Aufführung unterstützt den Prozess zusätzlich: Die interaktive Theaterform bindet die Zuschauenden ein, indem sie bei Szenen der Unterdrückung aktiv «Stopp!» rufen, die Bühne betreten und die Rolle der unterdrückten Person übernehmen können, um andere Wege auszuprobieren. So wird Theater zum Werkzeug für sozialen Wandel. So sieht Berat Bajrami den Theaterclub als mehr als eine Bühne, sondern «als einen Ort, an dem junge Menschen nicht einfach Rollen spielen, sondern beginnen, ihre eigenen Geschichten zu schreiben.»

Innovativer Ansatz für mehr Bewusstsein zu SGBV

Der Theaterclub ist ein bestehendes Angebot im Repertoire von Artpolis und wird regelmässig an verschiedenen Orten durchgeführt. In Podujevë in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, dem Theater Avdush Hasani sowie lokalen Schulen. Die Frieda-Partnerorganisation Artpolis ist bekannt für den innovativen Einsatz von Kunst und Kultur und setzt sich aktiv für die Förderung und den Schutz der Menschenrechte ein – unter anderem durch künstlerische Aufführungen, die das Bewusstsein für sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt (SGBV) schärfen.

Mehr Informationen zu dem Projekt

Menschenrechte unter Druck in Israel und Palästina

19:00 Uhr
Käfigturm
In Israel und im Westjordanland stehen die Menschenrechte zunehmend unter Druck. Ungeahndete Gewalt radikaler Siedler, gesetzliche Änderungen, welche die Aneignung von Land erleichtern und der wachsende Extremismus auf allen Seiten gefährden den Schutz grundlegender Rechte. Dazu schmälern zunehmende Einschränkungen und Druck auf die Zivilgesellschaft den Raum für kritisches Engagement. Auch der Krieg gegen den Iran wirkt auf die Region ein.
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Filmvorführung: Wir Mitbürgerinnen

18:30 Uhr
Cinéma Rex Fribourg
Anlässlich des Tages der Demokratie vom 15. September 2026, und mit dem Ziel, die Bemühungen, die im Rahmen der Kampagne «Ihre Stimme zählt!» aufgegleist worden sind, zu festigen, lädt die IMR Fribourg zu einem öffentlichen Kino- und Diskussionsabend ein.
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Tagung: Friedensfähig statt kriegsbereit - Pazifismus in Zeiten globaler Gewalt

14:00 Uhr
Paulus Akademie
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Die Paulus Akademie organisiert eine Tagung zur Frage, wie wir heute, einer Zeit der globalen Aufrüstung, als Gesellschaft noch friedensfähig werden können. In Inputreferaten und Workshops werden Räume für Reflexion und Austausch geöffnet.
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Filmvorführung: Imagine Peace

18:20 Uhr
RiffRaff
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Die hundertjährige Pionierin des Friedens Aktivismus Edith Ballantyne blickt auf ein Leben im Dienst des Friedens zurück und will ihre Erfahrungen weitergeben, bevor ihre Stimme für immer verstummt.
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Mira-Kompass: Mehr als ein Lebenslauf: Migrantische Frauen und ihre unsichtbaren Kompetenzen im Schweizer Arbeitsmarkt

18:00 Uhr
Rotonda, Pfarrei Dreifaltigkeit
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Mira-Kompass: Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
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