Frieden muss für alle sein

1. November 2023
Interview mit Susanne Bachmann, Soziologin, im Vorstand von Frieda zuständig für feministische Friedenspolitik.
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Susanne Bachmann ist Soziologin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Das Thema soziale Ungleichheit hat sie schon als Jugendliche bewegt und berührt. Auch im Studium ging es oft um soziale Ungleichheit, Ungerechtigkeit und ungleiche Zugänge zu Ressourcen. Das sind Themen, die Susanne Bachmann umtreiben. 

Was bedeutet Frieden für dich? 

Susanne Bachmann: Ich kann Frieden nicht ohne den feministischen Friedensbegriff definieren. Das ist selbstverständlich die Abwesenheit von Gewalt, von Krieg, beinhaltet aber noch viel mehr. Etwa die Dimension der Strukturen, die Chancen blockieren oder öffnen. Es geht auch um Alltagssicherheit, um Zugang zu den Ressourcen, die wir brauchen, um ein gutes Leben zu führen – für alle. Wenn wir Frieden als Sicherheit und gutes Leben für alle verstehen, sind wir schnell weg von einer bloss militärisch verstandenen Sicherheit. Sondern bei der Frage: Was macht uns eigentlich sicher? Was brauche ich, um ein gutes Leben zu führen? Und was heisst das für andere? Ich glaube, man kann Frieden nicht nur für einzelne Gruppen und nur mit diesem engen Blick auf Abwesenheit von Gewalt denken. Das wäre kein Frieden, der sich sicher anfühlt.  

Was sind wesentliche Ressourcen? 

Gutes Leben ist in einem breiteren Sinn ein Frieden, der sich auf alle Lebensbereiche erstreckt. Das beinhaltet neben der Sicherheit vor Gewalt auch Gesundheit, wirtschaftliche Sicherheit, Zugang zu Ressourcen, um den Alltag zu bewältigen, aber auch politische Teilhabe. Frieden ist ein partizipativer Prozess, bei dessen Entwicklung alle Beteiligten einbezogen werden müssen. Nur wenn gemeinsam gute Lösungen gesucht werden, ist es langfristig und nachhaltig. 

Wie sähe für dich eine Welt in feministischem Frieden aus? 

Auf der globalen Ebene sieht es sehr düster aus. Konflikte werden mit massiver Waffengewalt ausgetragen. Das muss sofort aufhören, um weiteres immenses Leid zu verhindern. Aber auch strukturelle Gewalt wie fehlende Ernährungs­sicherheit, fehlender Zugang zu Gesundheitsversorgung oder Diskriminierung sind fehlender Frieden.  

Frieden muss für alle sein. Ich kann gar nicht in Frieden leben, solange ich weiss, dass andere Unsicherheit und Benachteiligung erfahren. 

Was möchtest du im Vorstand von Frieda bewegen? 

Frieda, der frühere cfd, engagiert sich seit langem international mit einem feministischen Ansatz, aber eben auch in der Schweiz. Dieser Blick über die Grenzen hinaus gefällt mir, diese Verzahnung finde ich spannend. Ich denke, es ist heute wichtiger denn je, daran zu arbeiten. Dazu würde ich gerne beitragen, für einen ganzheitlichen Frieden.

Menschenrechte unter Druck in Israel und Palästina

19:00 Uhr
Käfigturm
In Israel und im Westjordanland stehen die Menschenrechte zunehmend unter Druck. Ungeahndete Gewalt radikaler Siedler, gesetzliche Änderungen, welche die Aneignung von Land erleichtern und der wachsende Extremismus auf allen Seiten gefährden den Schutz grundlegender Rechte. Dazu schmälern zunehmende Einschränkungen und Druck auf die Zivilgesellschaft den Raum für kritisches Engagement. Auch der Krieg gegen den Iran wirkt auf die Region ein.
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Filmvorführung: Wir Mitbürgerinnen

18:30 Uhr
Cinéma Rex Fribourg
Anlässlich des Tages der Demokratie vom 15. September 2026, und mit dem Ziel, die Bemühungen, die im Rahmen der Kampagne «Ihre Stimme zählt!» aufgegleist worden sind, zu festigen, lädt die IMR Fribourg zu einem öffentlichen Kino- und Diskussionsabend ein.
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Tagung: Friedensfähig statt kriegsbereit - Pazifismus in Zeiten globaler Gewalt

14:00 Uhr
Paulus Akademie
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Die Paulus Akademie organisiert eine Tagung zur Frage, wie wir heute, einer Zeit der globalen Aufrüstung, als Gesellschaft noch friedensfähig werden können. In Inputreferaten und Workshops werden Räume für Reflexion und Austausch geöffnet.
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Filmvorführung: Imagine Peace

18:20 Uhr
RiffRaff
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Die hundertjährige Pionierin des Friedens Aktivismus Edith Ballantyne blickt auf ein Leben im Dienst des Friedens zurück und will ihre Erfahrungen weitergeben, bevor ihre Stimme für immer verstummt.
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Mira-Kompass: Mehr als ein Lebenslauf: Migrantische Frauen und ihre unsichtbaren Kompetenzen im Schweizer Arbeitsmarkt

18:00 Uhr
Rotonda, Pfarrei Dreifaltigkeit
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Mira-Kompass: Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
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