Ein klares Bekenntnis zur internationalen Strafjustiz

Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina, 25. November 2024
Der Internationale Strafgerichtshof erliess am 21. November 2024 Haftbefehle gegen Netanjahu, Gallant und Al-Masri wegen Verdachts auf Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Logo des Forum für Menschenrechte Israel/Palästina mit gelbem Farbfilter.

Am 21. November 2024 hat der Internationale Strafgerichtshofes (ICC) in Den Haag Haftbefehle gegen Benjamin Netanjahu, Yoav Gallant und Mohammed Diab Ibrahim Al-Masri ausgesprochen. Es besteht der dringende Verdacht, dass diese aktuellen bzw. ehemaligen Mitglieder der israelischen Regierung sowie der Hamas sich Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gemacht haben. Die 124 Vertragsstaaten des Römer Statuts (der vertraglichen Grundlage des ICC), darunter die Schweiz, sind dazu verpflichtet, bei den Ermittlungen uneingeschränkt mit dem Gerichtshof zusammenzuarbeiten und dem Haftbefehl auf ihrem jeweiligen Territorium Folge zu leisten und die mutmasslichen Kriegsverbrecher zu verhaften und an den ICC zu überstellen. 

Das Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina erachtet die Haftbefehle als einen wichtigen Schritt für eine rechtsbasierte Aufarbeitung der Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die mutmasslich vor, am und seit dem 7. Oktober 2023 in Israel/Palästina verübt worden sind, und gegen die Straflosigkeit.

Die Schweiz unterstützt den ICC seit seiner Gründung. Nachdem die britische Zeitung The Guardian Ende Mai systematische Druckversuche Israels auf den ICC publik machte, erklärte die Schweiz zusammen mit 93 weiteren Vertragsstaaten des Römer Statuts ihre Absicht, „die Integrität des ICC vor jeglicher politischen Einmischung und vor Druckversuchen zu schützen“. Die Mitunterzeichnenden der betreffenden Erklärung sprachen dem ICC ihre „uneingeschränkte Unterstützung“ zu und riefen alle Staaten zu einer ebenso uneingeschränkten Zusammenarbeit mit dem ICC auf.

Das Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina begrüsst es sehr, dass die Schweiz dem ICC wiederholt den Rücken gestärkt hat. Die volle Kooperation mit dem ICC ist eine rechtliche Verpflichtung für die Schweiz. Das politische Bekenntnis zu dieser Verpflichtung erachten wir angesichts des massiven Druckes auf den ICC ebenfalls als unverzichtbar. Wir möchten deshalb die Schweizer Regierung und das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten dazu ermutigen, dem ICC die volle Unterstützung auch bilateral in einer Stellungnahme öffentlich zuzusichern und insbesondere die Bereitschaft zur Umsetzung der Haftbefehle zu erklären. So kann die Schweiz den stark exponierten ICC stützen und gleichzeitig selbstbewusst auf ihr wertvolles Engagement gegen die Straflosigkeit aufmerksam machen.

Diese Stellungnahme ist vom Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina. Frieda ist Mitglied des Forums für Menschenrechte in Israel/Palästina, ein Zusammenschluss von 12 Organisationen in der Schweiz, die sich für einen menschenrechtsbasierten Ansatz im israelisch-palästinensischen Konflikt einsetzen.

Menschenrechte unter Druck in Israel und Palästina

19:00 Uhr
Käfigturm
In Israel und im Westjordanland stehen die Menschenrechte zunehmend unter Druck. Ungeahndete Gewalt radikaler Siedler, gesetzliche Änderungen, welche die Aneignung von Land erleichtern und der wachsende Extremismus auf allen Seiten gefährden den Schutz grundlegender Rechte. Dazu schmälern zunehmende Einschränkungen und Druck auf die Zivilgesellschaft den Raum für kritisches Engagement. Auch der Krieg gegen den Iran wirkt auf die Region ein.
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Filmvorführung: Wir Mitbürgerinnen

18:30 Uhr
Cinéma Rex Fribourg
Anlässlich des Tages der Demokratie vom 15. September 2026, und mit dem Ziel, die Bemühungen, die im Rahmen der Kampagne «Ihre Stimme zählt!» aufgegleist worden sind, zu festigen, lädt die IMR Fribourg zu einem öffentlichen Kino- und Diskussionsabend ein.
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Tagung: Friedensfähig statt kriegsbereit - Pazifismus in Zeiten globaler Gewalt

14:00 Uhr
Paulus Akademie
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Die Paulus Akademie organisiert eine Tagung zur Frage, wie wir heute, einer Zeit der globalen Aufrüstung, als Gesellschaft noch friedensfähig werden können. In Inputreferaten und Workshops werden Räume für Reflexion und Austausch geöffnet.
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Filmvorführung: Imagine Peace

18:20 Uhr
RiffRaff
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Die hundertjährige Pionierin des Friedens Aktivismus Edith Ballantyne blickt auf ein Leben im Dienst des Friedens zurück und will ihre Erfahrungen weitergeben, bevor ihre Stimme für immer verstummt.
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Mira-Kompass: Mehr als ein Lebenslauf: Migrantische Frauen und ihre unsichtbaren Kompetenzen im Schweizer Arbeitsmarkt

18:00 Uhr
Rotonda, Pfarrei Dreifaltigkeit
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Mira-Kompass: Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
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