Matiya – Starke Frauen

Das Projekt Matiya stärkt die Rechte und wirtschaftliche Selbständigkeit von Frauen, die in der Zitrusindustrie der marokkanischen Region Souss-Massa arbeiten. Das Projekt hat zum Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Frauen zu verbessern und ihre aktive Rolle in der lokalen Wirtschaft zu fördern. Gleichzeitig werden Unternehmen für eine geschlechtergerechte und inklusive Arbeitskultur sensibilisiert. 

Die Region Souss-Massa rund um Agadir ist das wirtschaftliche Zentrum des marokkanischen Zitrussektors. Der Export von Zitrusfrüchten ist ein wichtiger Wirtschaftszweig und gleichzeitig eine Branche, die stark auf die Arbeitskraft von Frauen angewiesen ist. Tausende Frauen arbeiten dort in Verpackungs- und Sortierstationen unter oft prekären Bedingungen. Trotz ihres wichtigen Beitrags zur lokalen Wirtschaft sind viele von ihnen mehrfach benachteiligt: durch niedrige Löhne, Saisonarbeit, lange Arbeitszeiten, fehlende soziale Absicherung und mangelnde Mitsprache. Strukturelle Geschlechterungleichheiten und eine meist nicht inklusive Unternehmensführung verschärfen ihre Situation zusätzlich. 

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Arbeiterinnen in der Orangenverpackung. Bild: zvg

Worum geht es?

Arbeiterinnen im Zitrussektor sind oft doppelt belastet: Sie tragen die Verantwortung für Haushalt und Kinder und müssen gleichzeitig unter harten Bedingungen arbeiten, um Geld für die Familie zu verdienen. Viele kennen ihre Rechte nicht und haben keinen Zugang zu juristischer oder psychologischer Unterstützung. Das fehlende Bewusstsein für Gleichstellung in den Betrieben und die mangelnde Repräsentation in Entscheidungsprozessen verstärken ihre Abhängigkeit und ihre Verletzlichkeit gegenüber Diskriminierung und Gewalt und erschweren nachhaltige Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Trotz ihrer Erwerbstätigkeit bleiben sie oftmals in prekären wirtschaftlichen Situationen und/oder wirtschaftlicher Abhängigkeit von ihrem Ehemann. Möglichkeiten zur persönlichen oder beruflichen Weiterentwicklung fehlen weitgehend. Das Projekt MATIYA setzt genau hier an: Es befähigt die Frauen, ihre Rechte kennen zu lernen und wahrzunehmen, ihre Kompetenzen auszubauen und ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit zu stärken. 

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Projekt-Teilnehmerinnen in einem Workshop. Bild: zvg.

Was tun wir?

Matiya verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl die Frauen selbst als auch die Unternehmen einbezieht. In vier ausgewählten Verpackungsstationen in der Region Souss-Massa erhalten die Arbeiterinnen Schulungen zu Arbeits- und Frauenrechten, persönlicher Entwicklung, Stressbewältigung, Führung und Unternehmertum. Ergänzend werden sie nach Bedarf psychologisch und juristisch begleitet. 

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Förderung der wirtschaftlichen Selbständigkeit: Frauen werden bei der Entwicklung und Umsetzung  von Aktivitäten unterstützt, bei denen sie Einkommen generieren können - dass können ganz niederschwellige Aktivitäten sein wie Kuchen herstellen und verkaufen.  

 Parallel dazu arbeitet Matiya mit den Verantwortlichen der Verpackungsstationen zusammen. Durch Sensibilisierungs- und Schulungsangebote zu Gleichstellung und inklusivem Management werden nachhaltige Veränderungen auf institutioneller Ebene angestossen.

Welche Ziele werden mit dem Projekt verfolgt?

  • Die Arbeits- und Lebensbedingungen der Frauen im Zitrussektor verbessern sich nachhaltig. 

  • Die Arbeiterinnen kennen ihre Rechte, stärken ihr Selbstvertrauen und ihre Handlungskompetenzen. 

  • Unternehmen integrieren Gleichstellung und inklusive Führung in ihre Managementpraxis. 

  • Das lokale Umfeld wird für Frauenrechte und Geschlechtergerechtigkeit sowie die Rolle der Frauen in der Landwirtschaft sensibilisiert. 

Was wird konkret durchgeführt?

  • Workshops zu Arbeits- und Frauenrechten. 

  • Schulungen zu Lebenskompetenzen wie Stressmanagement, Kommunikation und Konfliktlösung. 

  • Förderung von Leadership und Unternehmerinnentum sowie Unterstützung bei der Gründung von einkommensgenerierenden Projekten. 

  • Psychologische und juristische Unterstützung für Frauen. 

  • Sensibilisierung und Schulung von Unternehmensleitungen zu Gleichstellung und inklusivem Management. 

  • Vernetzung mit lokalen Akteur*innen zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Integration von Frauen. 

Menschenrechte unter Druck in Israel und Palästina

19:00 Uhr
Käfigturm
In Israel und im Westjordanland stehen die Menschenrechte zunehmend unter Druck. Ungeahndete Gewalt radikaler Siedler, gesetzliche Änderungen, welche die Aneignung von Land erleichtern und der wachsende Extremismus auf allen Seiten gefährden den Schutz grundlegender Rechte. Dazu schmälern zunehmende Einschränkungen und Druck auf die Zivilgesellschaft den Raum für kritisches Engagement. Auch der Krieg gegen den Iran wirkt auf die Region ein.
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Filmvorführung: Wir Mitbürgerinnen

18:30 Uhr
Cinéma Rex Fribourg
Anlässlich des Tages der Demokratie vom 15. September 2026, und mit dem Ziel, die Bemühungen, die im Rahmen der Kampagne «Ihre Stimme zählt!» aufgegleist worden sind, zu festigen, lädt die IMR Fribourg zu einem öffentlichen Kino- und Diskussionsabend ein.
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Tagung: Friedensfähig statt kriegsbereit - Pazifismus in Zeiten globaler Gewalt

14:00 Uhr
Paulus Akademie
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Die Paulus Akademie organisiert eine Tagung zur Frage, wie wir heute, einer Zeit der globalen Aufrüstung, als Gesellschaft noch friedensfähig werden können. In Inputreferaten und Workshops werden Räume für Reflexion und Austausch geöffnet.
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Filmvorführung: Imagine Peace

18:20 Uhr
RiffRaff
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Die hundertjährige Pionierin des Friedens Aktivismus Edith Ballantyne blickt auf ein Leben im Dienst des Friedens zurück und will ihre Erfahrungen weitergeben, bevor ihre Stimme für immer verstummt.
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Mira-Kompass: Mehr als ein Lebenslauf: Migrantische Frauen und ihre unsichtbaren Kompetenzen im Schweizer Arbeitsmarkt

18:00 Uhr
Rotonda, Pfarrei Dreifaltigkeit
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Mira-Kompass: Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
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