Zivildienstgesetz – Frieda sagt nein!

9. Juni 2026
Am 14. Juni stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über die Änderung des Zivildienstgesetzes ab. Frieda – die feministische Friedensorganisation stellt sich gegen die Vorlage.
Illsutration von Frieda zur feministischen Friedenspolitik

Das neue Zivildienstgesetz sieht striktere Vorgaben für die Planung von Zivildiensteinsätzen sowie eine Erhöhung der Diensttage auf mindestens 150 vor, auch für Personen, die schon einen Teil ihres Armeedienstes absolviert haben. Die Vorlage zielt darauf ab, den Zivildienst unattraktiver zu machen und durch Abschreckung mehr Dienstpflichtige zum Militärdienst zu bewegen. Der Bundesrat erhofft sich dadurch eine Abnahme von ca. 40% der Zulassungen zum Zivildienst.

Ohne Zivildienst fehlen Arbeitskräfte

Zivildienstleistende engagieren sich in Branchen, in denen Fachpersonal fehlt, insbesondere in der Sorgearbeit, wie in Alters- und Pflegheimen, Spitälern, sozialen Institutionen und Schulen sowie im Umweltschutz und in der Land- und Alpwirtschaft. Ein Ersatz für die durch das neue Gesetz wegfallenden Arbeitskräfte ist nicht vorgesehen. Dies wird die Einsatzbetriebe und somit Kantone und Gemeinden schwer treffen.

Vor dem Hintergrund des allgemeinen Wettaufrüstens und dem grossen Fachkräftemangel in den betroffenen Branchen, insbesondere in der Care Arbeit, sieht Frieda – die feministische Friedensorganisation dies als höchst problematisch. Frieda ist Teil der Allianz «Zivildienstgesetz Nein!» – ein breiter Zusammenschluss aus politischen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, betroffenen Verbänden und Einsatzbetrieben.

Was reale Sicherheit schafft

Frieda arbeitet mit einem Verständnis von Sicherheit, das auf Fürsorge, Solidarität und gesellschaftlichem Zusammenhalt basiert. Unsere Gesellschaft wird nicht durch Armeen sicherer, sondern durch starke soziale Infrastrukturen, Bildung, Gesundheitsversorgung, Gleichstellung und solidarische Gemeinschaften. Der Zivildienst stärkt diese Bereiche und ist innerhalb der aktuellen Regelungen der Armeepflicht eine wichtige Alternative.

Deshalb empfehlen wir ein klares NEIN an der Urne.

Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
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Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass-Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Kinderrechte gelten auch im Krieg

12:00 Uhr
Bundesplatz
Am Internationalen Tag der Kinderrechte erinnern das Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina und Campax mit tausenden Kinderschuhen und Schulsäcken an die getöteten Kinder im Nahostkonflikt – und fordern Schutz, Versorgung und Bildung für die überlebenden Kinder.
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Worte finden, Strukturen brechen

19:30 Uhr
das Gleis, Zollhaus
Über digitale geschlechtsspezifische Gewalt und die Macht der Sprache.
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Nicht allein im Netz

18:00 Uhr
Café Révolution, Atelier 014 im PROGR
Ein Workshop zu rassistischer und sexistischer Gewalt im digitalen Raum.
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Worte finden, Strukturen brechen

19:30 Uhr
Kleine Bühne im PROGR
Über digitale geschlechtsspezifische Gewalt und die Macht der Sprache.
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Sichtbar werden, sichtbar bleiben

19:30 Uhr
Kleine Bühne im PROGR
Digitale Gewalt und die politische Teilhabe migrantisierter FINTAs in der Schweiz.
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