Gegen die völkerrechtswidrige und diskriminierende Verschärfung der Todesstrafe in Israel

7. April 2026
Stellungsnahme vom 27.03.2026: Die Einführung der Todesstrafe für so genannte Terroristen in Israel verletzt verbindliche Menschenrechtsnormen in eklatanter Weise.
Logo des Forum für Menschenrechte Israel/Palästina mit gelbem Farbfilter.

Das israelische Parlament behandelt aktuell einen Gesetzesvorschlag, der für Palästinenser:innen die Todesstrafe durch Erhängen zur Folge haben kann, wenn sie für einen Anschlag mit Todesopfern verurteilt worden sind. Das Gesetz verletzt verbindliche Menschenrechtsnormen in eklatanter Weise - nicht nur das Recht auf Leben und das Verbot von Folter, sondern auch das Diskriminierungsverbot: Über die  Todesstrafe würden im Westjordanland israelische Militärgerichte entscheiden können, die ausschliesslich für Palästinenser:innen zuständig sind, während israelische Staatsbürger:innen nicht ihrer Jurisdiktion unterliegen.

 

Dem gegenüber steht die Straflosigkeit für israelische Siedler:innen, deren Gewaltakte gegen Palästinenser:innen nicht nur deutlich zugenommen haben, sondern auch zunehmend tödlich sind. Die rechtliche Ungleichbehandlung von Israelis und Palästinenser:innen würde dadurch weiter zementiert.

 

Explizit ausgeschlossen wird gemäss Gesetzesvorschlag ausserdem die Möglichkeit einer Begnadigung oder Strafumwandlung – auch dies in deutlichem Widerspruch zu geltenden, auch von Israel ratifizierten Menschenrechtsverträgen.

 

Die Parlamentarische Versammlung des Europarats, dem Israel als Beobachterstaat angehört, hat vergangene Woche in einer Erklärung vor der «diskriminierenden Natur» und vor der «Verletzung von menschenrechtlichen Verpflichtungen» gewarnt, sollte das Gesetz verabschiedet werden. Israel würde sich damit von den «Werten des Europarats» entfernen. Die EU hat diese Woche in ihrer Reaktion von einem «schweren Rückschritt» gesprochen und Israel an die Einhaltung seiner völkerrechtlichen und demokratischen Verpflichtungen gemäss des gemeinsamen Assoziierungsabkommen erinnert. Und auch im Schweizer Parlament ist Besorgnis geäussert worden.

 

Die weltweite Abschaffung der Todesstrafe ist ein Schwerpunkt der aussenpolitischen Ziele der Schweiz. Mit dem Aktionsplan 2024-2027 hat sich die Schweiz verpflichtet, Staaten «zur Abschaffung oder zumindest zu ersten Schritten in diese Richtung zu ermutigen» und «bei besorgniserregenden Entwicklungen» mittels Demarchen oder öffentlicher Diplomatie zu intervenieren.

Es ist offensichtlich, dass das geplante israelische Gesetz diesem Ziel widerspricht und die Schweiz - in Vollzug ihres Aktionsplans – zum Handeln gefordert ist. Das Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina ruft den Bundesrat daher auf, die Aussetzung des Beobachterstatus Israels beim Europarat zu beantragen, bis das Gesetzesvorhaben zurückgezogen wird. Zusätzlich soll der Bundesrat mit allen möglichen Mitteln Israel auf die drohende Missachtung seiner menschen- und völkerrechtlichen Verpflichtungen aufmerksam machen und weitere Massnahmen vorbereiten, sollte das Gesetz in Kraft treten.

Dies ist eine Stellungnahme des Forums für Menschenrechte in Israel/Palästina. Frieda ist Mitglied des Forums für Menschenrechte in Israel/Palästina, ein Zusammenschluss von 12 Organisationen in der Schweiz, die sich für einen menschenrechtsbasierten Ansatz im israelisch-palästinensischen Konflikt einsetzen.

Menschenrechte unter Druck in Israel und Palästina

19:00 Uhr
Käfigturm
In Israel und im Westjordanland stehen die Menschenrechte zunehmend unter Druck. Ungeahndete Gewalt radikaler Siedler, gesetzliche Änderungen, welche die Aneignung von Land erleichtern und der wachsende Extremismus auf allen Seiten gefährden den Schutz grundlegender Rechte. Dazu schmälern zunehmende Einschränkungen und Druck auf die Zivilgesellschaft den Raum für kritisches Engagement. Auch der Krieg gegen den Iran wirkt auf die Region ein.
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Filmvorführung: Wir Mitbürgerinnen

18:30 Uhr
Cinéma Rex Fribourg
Anlässlich des Tages der Demokratie vom 15. September 2026, und mit dem Ziel, die Bemühungen, die im Rahmen der Kampagne «Ihre Stimme zählt!» aufgegleist worden sind, zu festigen, lädt die IMR Fribourg zu einem öffentlichen Kino- und Diskussionsabend ein.
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Tagung: Friedensfähig statt kriegsbereit - Pazifismus in Zeiten globaler Gewalt

14:00 Uhr
Paulus Akademie
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Die Paulus Akademie organisiert eine Tagung zur Frage, wie wir heute, einer Zeit der globalen Aufrüstung, als Gesellschaft noch friedensfähig werden können. In Inputreferaten und Workshops werden Räume für Reflexion und Austausch geöffnet.
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Filmvorführung: Imagine Peace

18:20 Uhr
RiffRaff
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Die hundertjährige Pionierin des Friedens Aktivismus Edith Ballantyne blickt auf ein Leben im Dienst des Friedens zurück und will ihre Erfahrungen weitergeben, bevor ihre Stimme für immer verstummt.
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Mira-Kompass: Mehr als ein Lebenslauf: Migrantische Frauen und ihre unsichtbaren Kompetenzen im Schweizer Arbeitsmarkt

18:00 Uhr
Rotonda, Pfarrei Dreifaltigkeit
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Mira-Kompass: Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
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