Gaza / Palästina: Bundesrat verpasst klare völkerrechtliche Position im Friedensprozess

Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina, 11. November 2025
Der Bundesrat unterstützt den US-Friedensplan Nahost mit humanitärer Hilfe, Institutionenförderung und Dialog, muss aber Völkerrecht, Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser*innen und multilaterale Verantwortung stärker beachten.
Logo des Forum für Menschenrechte Israel/Palästina mit Farbfilter.

Am 5. November veröffentlichte der Bundesrat eine Medienmitteilung zur Unterstützung des US-Friedensplans im Nahen Osten. Das Forum für Menschenrechte Israel/Palästina begrüßt die Bereitstellung zusätzlicher EDA-Mittel für humanitäre Hilfe in Gaza und für palästinensische Institutionen in Justiz, Verwaltung und Politik. Positiv zu werten ist auch die Förderung des israelisch-palästinensischen Austauschs und des interreligiösen Dialogs.

Gleichzeitig fehlt in der Mitteilung des Bundesrates eine klare Bezugnahme auf das Völkerrecht. Als Hüterin der Genfer Konventionen und diplomatische Vermittlerin trägt die Schweiz eine besondere Verantwortung, darauf hinzuwirken, dass die zentralen Akteur*innen im Friedensprozess selbstbestimmt und gleichberechtigt involviert sind und dass der völkerrechtliche Rahmen im Prozess eingehalten wird. Dies gilt auch für den neuen Mechanismus für humanitäre Hilfe und Wiederaufbau. Der Bundesrat muss sein Engagement im Nahen Osten konsequent an den eigenen Grundsätzen und internationalen Verpflichtungen ausrichten. Dazu gehört insbesondere: das Ende der illegalen israelischen Besatzung und Siedlungspolitik, die Achtung des Selbstbestimmungsrechts der Palästinenser*innen, die Aufarbeitung und Verantwortungsübernahme für Kriegsverbrechen aller Parteien, die Unterstützung multilateraler Institutionen – insbesondere der UNRWA – sowie die Förderung der Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteur*innen in den Friedensprozess und in die humanitäre Hilfe.

Dies ist eine Stellungnahme des Forums für Menschenrechte in Israel/Palästina. Frieda ist Mitglied des Forums für Menschenrechte in Israel/Palästina, ein Zusammenschluss von 12 Organisationen in der Schweiz, die sich für einen menschenrechtsbasierten Ansatz im israelisch-palästinensischen Konflikt einsetzen

Menschenrechte unter Druck in Israel und Palästina

19:00 Uhr
Käfigturm
In Israel und im Westjordanland stehen die Menschenrechte zunehmend unter Druck. Ungeahndete Gewalt radikaler Siedler, gesetzliche Änderungen, welche die Aneignung von Land erleichtern und der wachsende Extremismus auf allen Seiten gefährden den Schutz grundlegender Rechte. Dazu schmälern zunehmende Einschränkungen und Druck auf die Zivilgesellschaft den Raum für kritisches Engagement. Auch der Krieg gegen den Iran wirkt auf die Region ein.
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Filmvorführung: Wir Mitbürgerinnen

18:30 Uhr
Cinéma Rex Fribourg
Anlässlich des Tages der Demokratie vom 15. September 2026, und mit dem Ziel, die Bemühungen, die im Rahmen der Kampagne «Ihre Stimme zählt!» aufgegleist worden sind, zu festigen, lädt die IMR Fribourg zu einem öffentlichen Kino- und Diskussionsabend ein.
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Tagung: Friedensfähig statt kriegsbereit - Pazifismus in Zeiten globaler Gewalt

14:00 Uhr
Paulus Akademie
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Die Paulus Akademie organisiert eine Tagung zur Frage, wie wir heute, einer Zeit der globalen Aufrüstung, als Gesellschaft noch friedensfähig werden können. In Inputreferaten und Workshops werden Räume für Reflexion und Austausch geöffnet.
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Filmvorführung: Imagine Peace

18:20 Uhr
RiffRaff
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Die hundertjährige Pionierin des Friedens Aktivismus Edith Ballantyne blickt auf ein Leben im Dienst des Friedens zurück und will ihre Erfahrungen weitergeben, bevor ihre Stimme für immer verstummt.
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Mira-Kompass: Mehr als ein Lebenslauf: Migrantische Frauen und ihre unsichtbaren Kompetenzen im Schweizer Arbeitsmarkt

18:00 Uhr
Rotonda, Pfarrei Dreifaltigkeit
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Mira-Kompass: Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
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