Das waren die 16 Tage 2023!

10. Dezember 2023
Die am 10. Dezember zu Ende gehenden Aktionstage «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» haben psychische Gewalt als eine Form von geschlechtsspezifischer Gewalt und als Menschenrechtsverletzung sichtbar gemacht.
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Die Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» begann am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, und endet am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Die beiden Daten signalisieren, dass jeder Mensch das Recht auf ein gewaltfreies Leben hat. Die durch Frieda koordinierte grösste Präventions- und Sensibilisierungskampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt fokussierte 2023 auf psychische Gewalt. Über 250 Partner*innenorganisationen, Kollektive und Fachstellen beteiligten sich mit über 200 Veranstaltungen und Aktionen in der ganzen Schweiz. Die Kampagnenleiterin Anna-Béatrice Schmaltz zieht Bilanz: «Die 16 Aktionstage wurden dieses Jahr zum 16. Mal in der Deutschschweiz durchgeführt. Durch die Ausweitung in die französische und italienische Schweiz, konnten wir die breite Bevölkerung sensibilisieren und ein starkes, gemeinsames Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt setzen.»

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Lancierungsaktion der «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» auf dem Bahnhofsplatz Bern. Foto: Nathalie Jufer

Psychische Gewalt muss anerkannt werden

Psychische Gewalt ist weitgehend unsichtbar. Sie ist auch Teil der Spirale der häuslichen Gewalt und ist die häufigste Gewaltform in partnerschaftlichen Beziehungen. Über 40% der Frauen in Europa sind von psychischen Gewalterfahrungen betroffen. Fast 20% der Frauen sind mindestens einmal in ihrem Leben gestalkt worden. Und fast 60% der LGBTQIA+ Personen haben Belästigungen erlebt.

In der Schweiz ist es für Betroffene von Gewalt sowie auch für deren Umfeld, nach wie vor schwierig, psychische Gewalt zu erkennen und anzuerkennen. Dies passiert häufig, weil Betroffene mit ihren Erfahrungen in Frage gestellt, herabgesetzt oder isoliert werden. Auch wenn Gewaltbetroffene professionelle und fachliche Unterstützung in Anspruch nehmen wollen, treffen sie meist auf weitere Hindernisse. Psychische Gewalt stellt nämlich an sich keine Straftat dar. Dadurch sind die Anlaufs- und Fachstellen in ihrem Angebot an Unterstützung, insbesondere an finanzieller Unterstützung, eingeschränkt. Es gibt jedoch einige erfreuliche Entwicklungen: Es wird an einer Änderung des Strafgesetzbuches gearbeitet, die einen eigenen Straftatbestand für Stalking (Englisch für «zwanghaftes Nachstellen») einbeziehen soll, damit sowohl Online- als auch Offline-Vorfälle untersucht, verfolgt und bestraft werden können. «Die Verhinderung von geschlechtsspezifischer Gewalt liegt in der Verantwortung der gesamten Gesellschaft. Wir werden uns gemeinsam mit unseren zahlreichen Partnerorganisationen weiterhin dafür einsetzen», erklärt Anna-Béatrice Schmaltz.

Um psychische Gewalt zu verhindern und zu bekämpfen, wurden im Rahmen der «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» gemeinsam mit Partner*innenorganisationen folgende Forderungen erarbeitet:

  • Stalking als spezifischer Straftatbestand im Strafgesetzbuch verankern, damit Vorfälle von Online- und Offline-Stalking untersucht, verfolgt und bestraft werden können. 

  • Massnahmen, welche psychische Gewalt wirksam untersuchen, verfolgen und bestrafen

  • Garantierten Zugang zu Unterstützung durch Opferberatungsstellen und andere spezialisierte Dienste für Opfer von psychischer Gewalt

  • Breitenwirksame Schulungs- und Sensibilisierungsmassnahmen zum Thema psychische Gewalt und einen opferzentrierten Ansatz

  • Intersektionale Daten zu geschlechtsspezifischer und spezifisch psychischer Gewalt, um sowohl die Forschung sowie wirksame Massnahmen zu entwickeln

  • Psychische Gewalt im Opferhilfegesetz berücksichtigen

  • Massnahmen, die das Risiko einer sekundären und/oder tertiären Viktimisierung minimieren, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Gerichtsverfahren zu Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit der Gewaltbetroffenen führen können

Dialog 2030: Nachhaltigkeit und Sicherheit

Uhr
Eventfabrik Bern
Die Veranstaltung Dialog 2030 ermöglicht den Austausch zwischen Bund und Stakeholdergruppen und will die koordinierte und wirkungsvolle Umsetzung der Agenda 2030 ermöglichen.
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Miteinander statt nebeneinander – Gemeinsam Vorurteile abbauen und Verständnis im Arbeitsleben fördern

18:00 Uhr
Haus der Religionen
Im Rahmen ihrer Teilnahme im Mira-Kompass-Programm, geleitet durch die Abteilung Migrationspolitik von Frieda, organisieren die Teilnehmerinnen zwei Veranstaltungen zum Thema Arbeitsmarkt und Migration. Wir freuen uns auf viele Interessierte und einen regen Austausch an den anschliessenden Apéros.
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Kinderrechte gelten auch im Krieg

12:00 Uhr
Bundesplatz
Am Internationalen Tag der Kinderrechte erinnern das Forum für Menschenrechte in Israel/Palästina und Campax mit tausenden Kinderschuhen und Schulsäcken an die getöteten Kinder im Nahostkonflikt – und fordern Schutz, Versorgung und Bildung für die überlebenden Kinder.
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Worte finden, Strukturen brechen

19:30 Uhr
das Gleis, Zollhaus
Über digitale geschlechtsspezifische Gewalt und die Macht der Sprache.
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Nicht allein im Netz

18:00 Uhr
Café Révolution, Atelier 014 im PROGR
Ein Workshop zu rassistischer und sexistischer Gewalt im digitalen Raum.
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Worte finden, Strukturen brechen

19:30 Uhr
Kleine Bühne im PROGR
Über digitale geschlechtsspezifische Gewalt und die Macht der Sprache.
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Sichtbar werden, sichtbar bleiben

19:30 Uhr
Kleine Bühne im PROGR
Digitale Gewalt und die politische Teilhabe migrantisierter FINTAs in der Schweiz.
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